Brand in ehemaliger Diskothek


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Am 11.02.2010 um 20:03 Uhr wurden die Feuerwehren Stefling, Hof am Regen, Nittenau und Bergham zu einem Brand eines derzeit leerstehenden, zweistöckigen Gebäudes (ehemalige Discothek „Babylon“) in Stefling alarmiert. Das Gebäude wird derzeit renoviert. Ebenso wurde der Rettungsdienst und der First Responder der FF Nittenau alarmiert.

Der zuerst eintreffende First Responder nahm Feuerschein in dem genannten Gebäude wahr, unmittelbar darauf erfolgte eine Durchzündung mit Vollbrand des Dachstuhles und des ersten Obergeschosses.

Das Gebäude steht im nördlichen Ortskern der Ortschaft Stefling, mit unmittelbar angrenzender Wohnbebauung im Süden und Osten.

Die FF Stefling, welche unmittelbar nach der Durchzündung eintraf, forderte daher umgehend weitere Kräfte an, worauf zusätzlich die FF Neuhaus und die FF Bruck alarmiert wurden.

Ein Innenangriff war aufgrund der Brandausdehnung und der Bauweise (erstes OG vollständig aus Holz mit Vorsatzscheibe aus Mauerwerk und Fehlbodendecken) nicht mehr möglich, weshalb ein umfassender Außenangriff eingeleitet wurde.
Durch das TLF 16/25 der FF Nittenau wurde von Westen ein B-Rohr zur Brandbekämpfung vorgenommen, von der Ostseite das Wenderohr der DLK 23-12 der FF Nittenau sowie drei C-Rohre durch das LF 16-12 der FF Nittenau und das LF 8-6 der FF Bergham. Hier war die umliegende Bebauung vor Brandausbreitung zu schützen.
Die Wasserversorgung wurde über Hydranten und durch Wasserförderung vom nahen Fluß Regen durch die Feuerwehren Stefling, Hof am Regen und Neuhaus sichergestellt.
Die Kontrolle des Erdgeschosses und des Diskothekenanbaues durch die FF Bergham und FF Bruck mit Unterstützung der Wärmebildkameras der FF Nittenau und FF Bruck zeigte hier keine Brandausbreitung. Dieser Bereich konnte weitgehend gehalten werden.
Ebenso verzeichnen die unmittelbar nachbarschaftlich gelegenen Häuser keine Brandschäden.

Die Versorgung der Einsatzkräfte bei eisigen Temperaturen wurde durch das BRK, Bereitschaft Bruck, übernommen.
Das Feuer war nach ca. 45 Minuten unter Kontrolle, „Feuer aus“ konnte nach etwa 4 Stunden gegeben werden.
Die FF Stefling übernahm die Brandwache und war durch immer wieder aufflammende Glutnester im Bereich des ersten Obergeschosses gefordert.

Am darauffolgenden Tag wurde nochmals die FF Nittenau mit DLK 23-12 und LF 16-12 angefordert, um unzugängliche Glutnester hinter der Wandverkleidung des ersten OG zu finden und abzulöschen. Dies gelang nur durch teilweisen Abtrag des Vorsatzschalen-Mauerwerkes.

Als Resümee kann festgehalten werden, daß trotz der fortgeschrittenen Brandausbreitung bei Eintreffen der Feuerwehrkräfte eine Ausbreitung auf das Untergeschoß und die nachbarliche Bebauung verhindert werden konnte. Dies ist dem reibungslosen Zusammenspiel der beteiligten Feuerwehren zu verdanken. Als besonders effektiv erwiesen sich dabei das Wenderohr der DLK 23-12 und die Wärmebildkamera.

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